Trotz oder vielmehr wegen aller miesen Kritiken habe ich mir Final Cut Pro X im App Store geladen und auf meinem ollen iMac und auf meinem MacbookPro installiert. Das ging zumindest völlig problemlos.
Tatsächlich läuft die Version auf dem iMac sogar recht gut. Das obwohl der iMac noch ein "alter" weißer ist.
Das finde ich schon mal sehr gut, was aber auch daran liegt, dass ich damals mit die "große" Grafikkarte als BTO hab einbauen lassen, so das Open CL unterstützt wird. Super.
Gleich mal ein neues Projekt anlegen... Hä? wie ich kann keinen Ordner wählen? Was soll das denn? Ich hab doch nur noch 10GB auf meiner internen Platte frei. Nun gut für den Test wird es wohl reichen, aber Arbeiten kann ich so nicht... Aber oh, wunder beim Import von Videodatein kann man wählen, wo die Datein liegen sollen. Auch werden die Dateien nicht kopiert, also verdoppelt, sonder nur ein Alias erzeugt. Gut gelöst.
Das Interface ist wirklich neu und nicht mehr mit FCS zu vergleichen, da muss einiges neu erlernt werden. Aber GOTTSEIDANK, die meisten Keybord-Shortcuts laufen noch.
In die Tiefe bin ich noch nicht ein gestiegen, aber ein kurzes Überfliegen des Programms zeigt folgende Punkte:
- Viele Presets, alle Editierbar - mit verweis auf Motion.
- Sehr viele Punkte wirken noch nicht ausgereift, bzw. Fehlen.
- Einige Menüs sind noch in Englisch, :
und einige Übersetzungen sind etwas "Gewöhnungsbedürftig":
Was soll das? Ehrlich - keine Ahnung....
- manchmal "hakt" das Programm, fängt sich aber wieder.
- DVD/Blu-Ray authoring ist ein schlechter Scherz:
Öffnet man das Menü "Bereitstellen" bietet Final Cut diverse Optionen an:
Wählt mal Blu-Ray erhält man folgende Auswahlmöglichkeiten:
Ebenso umfangreich ist das Menü für das DVD Authoring:
Apple hat hier wohl die Idee, das physikalische Medien der Vergangenheit angehören und nur noch Filme über iTunes verleihen werden.
Auch für die Eingabe, scheint sich Apple langsam aber sicher vom Band-basiertem Recording zu verabschieden, eine Entwicklung, die auch im Alltag voranschreitet.
Das Fazit vom ersten kurzen Hands-On ist von meiner Seite, dass Final Cut so wie jetzt ist, nicht das Tool ist welches den Videoschnitt revolutioniert, zumindest noch nicht jetzt. Das Programm hat Potential, welches noch nicht voll ausgeschöpft ist. FCP 10.0 macht den Eindruck einer "Public Beta", besonders die nicht übersetzten Menüs vermitteln diesen Eindruck. Wer ernsthaft arbeiten will kommt auch um Motion und Compressor nicht herum. Wer an einem Projekt arbeitet, sollte erstmal bei seinem gewohnten Workflow bleiben und die aktuelle Version Final Cut Pro X als "warmlaufen" verstehen. Noch hat FinalCutProX nicht die Marktreife, die es für Professionelles Arbeiten erfordert, aber ich bin mir sicher, dass noch einiges kommen wird und Apple nachbessern wird. Schade ist, dass Apple der Meinung ist, das sie physische Medien nur noch rudimentär unterstützen müssen. Sowohl als Ausgabemedium als auch als Vertriebsmedium. Gut ist die Performance des Programms selbst auf einem alten Rechner und die Open CL Unterstützung, das macht das Programm echt flott. Der Schlüssel für den Erfolg von FinalCutProX wird sein, wie schnell (und erfolgreich) Apple nachbessert und wie offen sich Apple gegenüber Entwicklern von Plug-Ins zeigt. Insgesamt hat sich Apple, meiner Meinung nach, keinen Gefallen damit getan, diese Programmversion als "revolutionären" Schritt zu veröffentlichen, der große Erwartungen weckt, diese jedoch noch nicht erfüllen kann.
Ich werde noch weiter in das Programm einsteigen und Neuerungen und Änderung hier weiter beschreiben.
Hier noch ein paar Screenshots:
Einstellungen:
Neues Projekt erstellen:
Retime-Menü:
Compositing:
Effekt: Keyer
Color-Grading












